Wenn man Programme entwickelt, die unter Umständen oft gebraucht werden, sollte man besonderen Wert auf Usability legen.
Viele Nutzer, gerade “Power-User”, nutzen oft die Tastatur, um häufig genutze Funktionen schneller per Tastatur oder Scrollrad erreichen zu können.
Schade, wenn dann viele Programme diese nicht oder anders als erwartet unterstützen, wie beispielsweise die Vista Fotogalerie:
Quelle: Microsoft Windows-Fotogalerie
- Die aktuelle Bildansicht ist nicht über die Escape-Taste schließbar. Man kann also nicht mal eben die Urlaubsfotos durchbrowsen und schnell wieder zum Dateibrowser wechseln.
- Das Mausrad steuert den Zoomfaktor, nicht das Wechseln zwischen Bildern. Wenn man davon ausgeht, dass in den meisten Ordnern, in denen sich Bilder befinden (z.B. die letzten Urlaubsfotos), mehr als ein Bild existiert, wäre da nicht ein vor/zurückbewegen der Bilder angebrachter? Ich glaube nicht, dass der Otto-Normal-Verbraucher beim Browsen seiner Bilder so oft in seinen Bildern zoomen möchte (erst recht nicht, wenn zu große Bilder automatisch kleinskaliert werden).
In einem Bildbearbeitungsprogramm würde das natürlich sehr viel mehr Sinn machen. Aber möglicherweise ist das erwartete Verhalten eher subjektiv…
Also eine schöne Gelegenheit, um die Voting-Funktion des Blogs zu nutzen…
Nutzung des Screen Shots mit freundlicher Genehmigung der Microsoft Corporation. Alle genannten Marken- und Produktbezeichnungen sind Warenzeichen der entsprechenden Inhaber.
Einer der nervigsten Usabilitybugs ist für mich der “Ich-quetsche-alle-Dateinamen-obwohl-ich-noch-noch-genügend-Platz-hab”.
Wenn immer ich den Finder neu in der Spaltenansicht öffne, bietet sich mir dasselbe Bild:
Bis zur Unkenntlichkeit entstellte Dateinamen:
Quelle: Apple Mac OS X Finder
Das Aufziehen der Spalten ist ja eigentlich kein Problem. Einmal. Oder zweimal. Aber mehrere Dutzend oder hundert male täglich!?
Wenn man oft mit dem Mac arbeitet, ist das gar keine so utopische Zahl.
Und was mich am meisten ärgert: Vollkommen grundlos! Denn es gibt doch meistens allen Platz der Welt:
Quelle: Apple Mac OS X Finder
Man könnte dem User also bestimmt 95% dieser Klicks ersparen (bis auf die Fälle, in denen tatsächlich mal der Platz nicht ausreicht).
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In Windows Vista gibt es im Windows Explorer die Option, unkompliziert Shortcuts auf bestimmte Ordner der Festplatte zu erstellen.
Soweit, so gut.
Im vorliegenden Beispiel haben wir den Ordner temp als Linkfavorit erstellt. An dieser Stelle könnte man sich bereits ein wenig über das Wording wundern, vielleicht könnte es ganz schlicht Schnellzugriff oder etwas in der Art heißen.
Aber egal. Jedenfalls wollen wir jetzt diesen Linkfavorit wieder löschen:
Quelle: Microsoft Vista Explorer
Also rechte Maustaste drauf, und… hm… mit “Link entfernen” werde ich wohl mein Ziel erreichen. Um es auch für den unbeholfensten Computeruser klar zu machen, wäre wohl “LinkFAVORIT löschen” besser gewesen (hätte ja auch vom Platz her noch wunderbar gepasst), aber ok. Wollen ja die kleinen grauen Zellen in Schwung halten.
Quelle: Microsoft Vista Explorer
Aber was kommt jetzt? Will ich wirklich diese Datei in den Papierkorb verschieben? Natürlich nicht!
Quelle: Microsoft Vista Explorer
Habe ich mich verklickt? Muss ich wohl. Aber auch die Wiederholung brachte das selbe Ergebnis.
Eigentlich fast unnötig zu sagen, wie man es besser hätte machen können:
Überschrift: Linkfavorit entfernen (konsistent zur vorher gewählten Option)
Text: Möchten Sie diesen Linkfavoriten wirklich entfernen?
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Schon ein Klassiker unter den Usabilitybugs:
“Klicken Sie auf Start…”
Quelle: Microsoft Windows XP Desktop
“… um den Computer auszuschalten!”
Quelle: Microsoft Windows XP Desktop
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